Die Deutsche Kohortenstudie zur Frauengesundheit
Studie zur Frauengesundheit im Fokus der Medien
„Unser großes Dankeschön den Frauen, die so engagiert und vertrauensvoll an unserer Befragung zur Frauengesundheit teilnehmen!“ Für Prof. Dr. Lothar Heinemann, Leiter der ersten deutschen Kohortenstudie zur Frauengesundheit, war dies eine der wichtigsten Botschaften an die Journalistinnen und Journalisten: Bei einer Pressekonferenz Anfang Mai 2003 in Berlin wurden die ersten Ergebnisse der Kohortenstudie zur Frauengesundheit vorgestellt.
Die Fakten, die auf dem Wege der Befragung von und in kooperative Zusammenarbeit mit rund 20 000 Frauen aus ganz Deutschland ermittelt worden waren, stießen auf großes Medieninteresse. Auf den Ratgeberseiten der Tageszeitungen, über die Presseagenturen dpa und ddp sowie auch in Magazinen wie sogar in „Men’s Health“ erschienen Informationen über die Frauengesundheitsstudie. Mehrere Radiosender, so die Frauensendung „Zeitpunkte“ des SFB (jetzt RBB Berlin) und des Hessischen Rundfunks, brachten aktuelle Interviews.
Im folgenden einige Ausschnitte aus den Pressebeiträgen.
Pressestimmen:
Zur Vorstellung der ersten deutschen Kohortenstudie zur Frauengesundheit schreibt die „Stuttgarter Zeitung“ am 9. Mai 2003:
„Das Wort Kohorte, das im Lateinischen Haufen bedeutet, sagt im Zusammenhang mit Studien aus, dass eine zufällig ausgewählte Gruppe von Personen über einen gewissen Zeitraum beobachtet wurde. In diesem Fall war sie aus rund 20 000 Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren zusammengesetzt, die fünf Jahre lang in Fragebögen detailliert Auskunft gaben. Wir interessierten uns für Gesundheit und Krankheit, Befindlichkeit und Lebensqualität der Frauen’, sagte der Leiter der Studie, Professor Lothar Heinemann vom Zentrum für Epidemiologie und Gesundheitsforschung in Berlin.“
Ob und wie die Pille zur Schwangerschaftsverhütung akzeptiert und gesundheitlich toleriert wird, war ein Schwerpunkt der Kohortenstudie. Dazu heisst es im Berliner „Tagesspiegel“ vom 14. Mai 2003:
„Nach den Ergebnissen der Studie bieten orale Verhütungsmittel sogar gewisse gesundheitliche Vorteile. Das Risiko für einen Tumor der Gebärmutter oder der Eierstöcke ist um die Hälfte, das für einen Brustkrebs um 40 Prozent geringer", sagte der Berliner Epidemiologe Michael Lewis.
Auch die „Sächsische Zeitung“, die in Dresden erscheint, berichtete in ihrer Wochenendausgabe vom 10./11. Mai2003 im Gesundheitsratgeber über die Langzeitstudie.
Die Zeitung zitiert Prof. Lothar Heinemann:
„Alle bisher veröffentlichten Berichte zur Frauengesundheit seien eher Momentaufnahmen gewesen. Mit der Befragung, bei der sich die Teilnehmerinnen freiwillig und über einen längeren Zeitraum zu ihren Erkrankungen , ihren Beschwerden, Befindlichkeiten, ihren Medikationsgewohnheiten und anderen gesundheitsrelevanten Dingen äußern, liegt in Deutschland erstmals eine große Studie zur Frauengesundheit vor, die Entwicklungen über mehrere Jahre erfasst.“
Die Zeitung berichtet, wie andere auch, über die positiven „Nebeneffekte“ einer Pilleneinnahme:
„Manche Frauen nutzen sie auch bei. Hautproblemen wie Akne. Im Einzelfall seien dadurch enorme Wirkungen möglich... die Studie zeigte auch, dass etwa jede dritte Frau die Pille gezielt einsetzt, um die Monatsblutung zu planen – das heisst, sie soll zu bestimmten Zeiten wie Urlaub oder Prüfungen verhindert werden. Der Nutzen der Pille ist nach Einschätzung von Heinemann 60 Mal höher als das Risiko.“
Zahlreiche Berichte gehen auf eine Detailbefragung innerhalb der Langzeitstudie ein, die sich u. a. mit der sexuellen Befindlichkeit der Frauen befasste. Dazu hatte die Medizinpsychologin Dr. Beate Schultz-Zehden eine Gruppe von 1 700 Frauen zusätzlich interviewt.
Zeitungen wie die „Ostthüringer Zeitung“, die im Raum Gera erscheint, zitieren die Deutsche Presseagentur (dpa), die schreibt:
„Frauen, die das Leben offensiv und leistungsbereit angehen, fühlen sich gesünder als defensive und nachgiebige Frauen. ... Nach der Auswertung der Interviews unterscheidet sie (Dr. B. Schultz-Zehden) vier Frauentypen: Ein Viertel der Befragten tendiere zur 'Powerfrau’... Rund ein Drittel der Frauen ordne sich als anpassungsfähige 'Normen-Frau’ ein... Ein Fünftel beschreibe sich als ambivalente Frau: Hin- und hergerissen zwischen Beruf und Familie gebe es in ihrem Leben keinen ausgeprägten Schwerpunkt. Ein weiteres Viertel sehe sich defensiv-traditionell.
Von diesem Typen fühlten sich die 'Power-Frauen’ laut Studie körperlich, psychisch und sexuell am wohlsten.“