Die Deutsche Kohortenstudie zur Frauengesundheit
Wie geht es weiter – hat die Studie eine Zukunft?
Die etwa 20.000 zur Zeit an der Langzeitstudie freiwillig teilnehmenden Frauen, das entspricht insgesamt etwa 600 000 Lebensjahre dieser Frauen (=Frauen-Beobachtungsjahre), sind zunächst einmal keine „besondere Gruppe“ im Vergleich zur Bevölkerung – höchstens was ihr Engagement betrifft. Das ist bedeutend für die anhand dieser Gruppe gewonnenen Aussagen und rechtfertigt eine langfristige Weiterführung der Studie.
Die Deutsche Kohortenstudie wird fortgesetzt und wir hoffen auch noch in 10 Jahren. Vielleicht allerdings dann von einer Universität aus geleitet.
Deshalb versuchen wir weiter, Frauen für eine Mitarbeit an der Kohortenstudie zu gewinnen (siehe Kontaktadresse).
Wir haben den Eindruck gewonnen, daß es zumindest einigen Teilnehmerinnen Spaß macht, sich auf diese Weise mit ihren Körper und ihrer Befindlichkeit auseinander zu setzen und gleichzeitig zu einem bedeutenden Forschungsprojekt für Frauen in Deutschland beizutragen.
Bisher haben wir jedoch die etwas älteren Frauen (über 50) und ihre Probleme vernachlässigt. Das wollen wir ändern. Wir wollen ganz besonders ältere Frauen ermutigen, sich an unserer Studie zu beteiligen.
Zum Beispiel wird in Kürze eine Reihe von Untersuchungen gemeinsam mit Krebsregistern/Tumorzentren in Deutschland begonnen, um weitere Auskünfte über Tumoren im fortgeschrittenen Lebensalter zu erhalten. Wir konnten schon gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Tumorzentren sammeln – jedoch im Zusammenhang mit der Nutzung von Hormonen zur Geburtenregelung. Jetzt interessiert uns das höhere Lebensalter und damit die Behandlung von Menopausebeschwerden und Vorbeugung von Krankheiten.
Wir erwarten auch, daß die bisherigen Ergebnisse der Studie das Interesse der Gynäkologen Deutschlands an Epidemiologie wecken konnten. Deshalb wollen wir einen „Studienbeirat“ aus führenden Frauenärzten Deutschlands gründen.
Die Frauen werden weiterhin zu interessanten Themen befragt werden, wobei soziale Fragen bislang auch noch nicht ausreichend bearbeitet wurden.
Nach wie vor sind wir sehr interessiert von Teilnehmerinnen Anregungen zu erhalten, welchen Fragen wir uns mehr widmen sollten. Von dieser Möglichkeit wurde auch in der Vergangenheit Gebrauch gemacht.